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Avatar – 3D Version

Kein Wenig Mittel Stark
Anspruch

Qualität

Humor/Unterhaltung
Familienfreundlichkeit
verunglimpfende Sprache

Inhalt

-4
Action/Gewalt
Erotik (Sex/Nacktszenen)

Inhalt

Mit 9 Oskarnominierungen weckt „Avatar“ hochgesteckte Erwartungen. Allerdings ist der Film als solches, seine Handlung und ihre Darsteller, eher einfach gestrickt und nicht wirklich das, was man sich unter ‚gehaltvollem‘ Kino vorstellt. James Cameron, „König der Welt“ unter den Regisseuren, der bereits vor 12 Jahren mit „Titanic“ 11 Oskars einheimsen konnte, bedient allerdings wieder meisterhaft die emotionale Seite seines Publikums. Und die wirklichen Stars dieses Films sind eindeutig die Special Effects und das und glaubliche Design des Planeten Pandora, dessen Einwohner der Na’vi und das der ‚Avatar‘, Spione mit menschlichem Geist in der Gestalt dieser Einheimischen.

Wir schreiben das Jahr 2154. Die Ressourcen der Erde gehen endgültig zur Neige, Rohstoffe werden knapp und die Menschheit muss sich dringend nach neuen Quellen umsehen, um ihr Überleben zu sichern. Da scheint der Planet Pandora, der ein Mineral besitzt, das alle Energieprobleme lösen würde, als letzte Rettung. Doch der Planet mit seiner zauberhaften Natur ist von Ureinwohnern, den Na’vi bewohnt, die in perfekter Harmonie mit ihrer Umwelt leben und dem Abbau des unglaublich kostbaren Minerals im Weg stehen. So beschließen der skrupellose Wirtschaftsmogul Selfridge und der sture Col. Quaritch den Planeten gewaltsam auszubeuten. Unter dem Deckmantel eines Forschungsprojektes, geleitet von Dr. Augustine, die Schulen auf Pandora gebaut und zarte Bande mit den Na'vi und ihrer komplexen Kultur geknüpft hat, werden so genannte Avatare nach Pandora eingeschleust, Spione mit menschlichem Geist und Seele in der Hülle der Einheimischen, die sich so auf dem sauerstofflosen Planeten frei bewegen können. Eher durch Zufall gerät der gelähmte Marinesoldat Jake Sully in das Avatar Programm, in dem er seinen verstorbenen Zwillingsbruder ersetzen und dessen bereits entwickelten ‚Avatar‘ übernehmen soll. Mit der Unbeschwertheit und Naivität eines Kindes taucht Sully zunächst in diese neue Welt ein, die sich für ihn als Wunderland entpuppt, während er hinter den Kulissen zum Spielball unterschiedlicher Interessen wird. Denn als das Forschungsinteresse auf die knallharten Wirtschaftsinteressen prallt, steht Jake plötzlich mit seiner Vergangenheit als Marine und gleichzeitig als Pionier der Wissenschaft mitten zwischen den Fronten.

Zusammen-
fassung

Die Botschaft Camerons, die sich schon sehr grenzwertig am esoterischen Kitsch bewegt, ist ebenso klar wie platt: Zurück zum Einklang mit der Natur. Die böse, kapitalistische Menschheit möge sich ein Beispiel an den spirituell-sensiblen Na’vi nehmen. Anspielungen auf die Kolonialzeit der Europäer sowie auch der Umgang mit den Ureinwohnern Amerikas sind eindeutig. Entfernt erinnern die Na’vi im Aussehen und ihrer Kultur bzw. Ritualen auch an Indianer. Viel mehr Tiefgang darf man inhaltlich hier von „Avatar“ nicht erwarten. Für Kinder bzw. Jugendliche ist der Film aufgrund eines hohen Maßes an Gewalt frühestens ab 12 Jahren geeignet, wie es auch die Altersfreigabe vorsieht. Allerdings sollte man gerade bei der 3D Version, die ja alles noch deutlich ‚realer‘ erscheinen lässt, genau überlegen, ob ein/eine Zwölfjährige(r) diesen Ansturm an Eindrücken wirklich verarbeiten kann.

Rezension

Was den Film allerdings in eine ganz eigene Kategorie hebt, ist, dass sich, insbesondere durch die 3D Technik, Bilder, Farben und Ideen zu einem Gesamtkonzept formen, das die Grenzen des filmisch Machbaren neu definiert und das es so noch nicht gegeben hat. Alleine 800 Designer haben ein ganzes Jahr lang an der Dschungelwelt Pandoras gearbeitet, und in der 3D Version wird man nahtlos in diese phantastische Welt mit hinein genommen, kann fast physisch in diese gewaltigen Bilder eintauchen. Und darin liegt der wirkliche Zauber von Avatar. Ein beeindruckender Film kann auch sein, der einen für ein paar wenige Stunden in eine völlig andere Welt entführt und dann mit einem etwas anderen Blick in unsere Welt zurückschickt. James Cameron wollte, dass die Zuschauer nicht sagen, sie hätten den Film gesehen, sondern sie hätten ihn erlebt – DAS ist ihm in der 3D Version auf jeden Fall gelungen.

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Film Details

KINO

Veröffentlichungsdatum: 17.12.2009
Schauspieler: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez, Giovanni Ribisi, Joel Moore, CCH Pounder
Genre: Scince Fiction
Altersfreigabe: ab 12
Laufzeit: 161 Minuten

Studio: 20th Century Fox
Regie: James Cameron
Ausführender Produzent: Colin Wilson
Produzent: James Cameron und Jon Landau
Drehbuch: James Cameron und Jon Landau
Originaltitel: Avatar
Webseite: http://www.fox.com

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