Auch nach 49 Verfilmungen ist Charles Dickens „Eine Weihnachtsgeschichte“ immer noch für Überraschungen und neue Perspektiven gut – und das ist bei dieser Disney Version durchaus wörtlich zu nehmen, denn als 3D Animation bietet die Produktion ganz neue Ansätze. Allerdings ist die Geschichte die althergebrachte:
Wir schreiben das 19. Jahrhundert in London. Die Menschen sind in Weihnachtsstimmung, Kinder spielen auf verschneiten Straßen, Kurrendesänger bringen ihre Lieder dar, auch den Ärmsten der Stadt wird warm ums Herz. Nur der mürrische, griesgrämige und überaus geizige Geldeintreiber Ebenezer Scrooge hasst den ganzen Trubel. Selbst am Weihnachtsabend tyrannisiert er seine Mitarbeiter und Mitmenschen und hat für Bettler und gutgemeinte Einladungen nur Verachtung übrig. – Aber selbst dieser größte Griesgram bekommt an Weihnachten eine zweite Chance: Ihm erscheint der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners, der ihm die drei Geister der Weihnacht ankündigt. Mit ihnen bekommt Scrooge einen heilenden Blick in seine Vergangenheit, Gegenwart und vor allem seine düstere Zukunft – und die Möglichkeit sich zu ändern, bevor es zu spät ist.
Disneys „Eine Weihnachtsgeschichte“
| Kein | Wenig | Mittel | Stark | ||
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Qualität
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| Humor/Unterhaltung |
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| Familienfreundlichkeit |
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| verunglimpfende Sprache |
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| Erotik (Sex/Nacktszenen) |
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Inhalt
Zusammen-
fassung
Regisseur Robert Zemeckis setzt die traditionelle Geschichte mit der neuesten 3D Technik um, ohne dass es der märchenhaften Stimmung einen Abbruch tut. Wie schon zuvor greift er bei den Charakteren wieder auf eine Mischung aus Animation und Schauspieler zurück. Jim Carrey glänzt auf diese Weise gleich in 7 unterschiedlichen Rollen, schimmert immer hinter dem animierten Charakter durch und wirkt menschlich, bewältigt aber gleichzeitig fantastische, irreale Szenen.
Allerdings überfordern die meisterhaften Spezialeffekt - die Geister, Schrecken und Entsetzen zum Teil als Schockmomente und sehr überzeichnet rüber bringen - definitiv die jüngeren Zuschauer. Insbesondere durch die 3D Technik, die alles noch greifbarer macht, dürfte es da für Kinder durchaus problematisch werden, was auch die gerechtfertigte Altersfreigabe von 12 Jahren erklärt.
Allerdings überfordern die meisterhaften Spezialeffekt - die Geister, Schrecken und Entsetzen zum Teil als Schockmomente und sehr überzeichnet rüber bringen - definitiv die jüngeren Zuschauer. Insbesondere durch die 3D Technik, die alles noch greifbarer macht, dürfte es da für Kinder durchaus problematisch werden, was auch die gerechtfertigte Altersfreigabe von 12 Jahren erklärt.
Rezension
Ethisch-moralisch hat Dickens Geschichte auch 150 Jahre nach ihrer Erstpublikation nichts an Aktualität verloren. Rückbesinnung auf positive Werte wie Menschlichkeit, Fürsorge, Großherzig- und Großzügigkeit tun der „Geiz ist geil“ (finanziell und emotional!) Gesellschaft gut. Und auch die zentrale Frage nach Vergebung und Neuanfang, die Besinnung auf das Wesentliche, in diesem wie im nächsten Leben, bieten Stoff zum Nachdenken und zur Reflektion. Und vielleicht ist der ein oder andere ja auch versucht, das Buch einmal wieder in die Hand zu nehmen und Dickens Worte auf sich wirken zu lassen…