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Ein Sommer in New York

Kein Wenig Mittel Stark
Anspruch

Qualität

Humor/Unterhaltung
Familienfreundlichkeit
verunglimpfende Sprache

Inhalt

-3
Action/Gewalt
Erotik (Sex/Nacktszenen)

Inhalt

Richard Jenkins, als ewiger Nebendarsteller eigentlich jedem – wenn auch nicht mit Namen – bekannt, hat für seine erste Hauptrolle letztes Jahr direkt eine Oscar-Nominierung eingeheimst, nachdem der Film bereits sowohl beim Toronto wie auch beim Sundance Film Festival geehrt wurde.
Richard Jenkins ist Walter Vale, ein desillusionierter, trauriger Wirtschaftsprofessor, der nach dem Tod seiner Frau nur durch Routine gehalten durch seinen grauen und leeren Alltag treibt. Als Walter zu einem Kongress nach New York abgeordnet wird, wo er immer noch einen Zweitwohnsitz hat, wird er jäh aus seiner Lethargie gerissen: Ein Pärchen illegaler Einwanderer hat sich heimlich in seinem Appartement eingenistet. Nachdem sich Walter von seinem ersten Schrecken erholt und sich ein Bild von der Situation Tareks und Zainabs gemacht hat, bietet er ihnen an, übergangsweise in der Wohnung zu bleiben. Und so entspinnt sich langsam eine ungewöhnliche Freundschaft. Der passionierte Musiker Tarek bringt Walter das Trommeln bei, und aus kauzigem Starrsinn wird langsam Rhythmus und Bewegung. Auch sonst beginnt Walter Schritt für Schritt wieder am Leben teil zu nehmen, lässt seine Gefühle wieder zu, interessiert sich für die Belange anderer. Doch dann wird Tarek in der U-Bahn von der Polizei aufgegriffen und in Abschiebehaft gebracht. Walter beginnt für Tarek zu kämpfen, und als Tareks schöne und elegante Mutter Mouna aus Michigan anreist um ihrem Sohn zu helfen, scheint Walters verkrustete Schale endgültig aufzubrechen.

Zusammen-
fassung

Dieser Film von Thomas McCarthy ist ein Film der leisen Töne, der in erster Linie durch seine Charakterdarsteller besticht, allen voran Richard Jenkins, der es versteht mit kleinsten Gesten Walters Persönlichkeit und seine Entwicklung zu transportieren. Auch Haaz Sleiman als lebenslustiger, niemals aufgebender Tarek und Danai Gurira als schöne, scheue, schüchterne Zainab, überzeugen durch Glaubwürdigkeit. „Ein Sommer in New York“ ist aber vor allem auch ein Film über das traumatisierte Amerika nach „9/11“, über die Ohnmacht eines US-Staatsbürgers, der die Asylpolitik seines Landes und geschürte Hysterie vor „dem Anderen“ anprangert. Am Ende, als er seine neuen Freunde alle wieder verloren hat, sitzt Walter in einer U-Bahn-Station und trommelt seine Wut heraus - das klingt zwar alles andere als perfekt, hat aber etwas Befreiendes, für ihn, und auch für den Zuschauer.

Rezension

„Ein Sommer in New York“ ist ein Film über illegale Einwanderer, eine aberwitzige Bürokratie-Maschinerie und verschrobene Charaktere – aber auch ein Film über die Macht der Musik und der Liebe, der dadurch besticht, dass er all dies bescheiden aber ergreifend und sehr authentisch rüberbringt.
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Film Details

KINO

Veröffentlichungsdatum: 14.01.2010
Schauspieler: Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Hiam Abbass, Danai Gurira
Genre: Drama
Altersfreigabe: ab 0
Laufzeit: 108 Minuten

Studio: Pandastorm Pictures (Central)
Regie: Tom McCarthy
Produzent: Michael London und Mary Jane Skalski
Drehbuch: Tom McCarthy
Originaltitel: The Visitor
Webseite: http://www.starz.com

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