Alles beginnt mit der Tat: Im Nordirland der Siebziger Jahre herrscht Bürgerkrieg: Englischstämmige Protestanten kämpfen gegen irisch–nationalen Katholiken, der UVF (Ulster Volunteer Force). Mit seinen Freunden will sich der 16-jährige Alistair Little der UVF anschließen. Um sich zu bewähren und auch um die Anerkennung seiner Freunde zu gewinnen, nimmt er den Auftrag an, den katholischen UVF-Aussteiger James Griffin als Warnung zu erschießen. Für den jugendlichen Helden ist es eher ein Abenteuer, als er aufgeregt ein Tatfahrzeug stiehlt, Militärpatrouillen umgeht und die Waffe vorbereitet. Doch als er den kaltblütigen Mord ausführt wird er von Joe, James jüngerem Bruder, der auf der Straße spielt, beobachtet. Kurz nach der Tat wird Alistair gestellt und zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt.
Fünfundzwanzig Jahre später ist der Mörder Alistair zu einem anderen Menschen geworden. Längst ist er ein überzeugter Pazifist, der schwer an seiner Vergangenheit und Bürde trägt. Joe hat eine Familie gegründet und führt ein ganz normales Leben – doch er will immer noch sein Racheversprechen einlösen. Bei einer TV-Sendung im Zuge des brüchigen irischen Friedensprozesses sollen Täter und Opfer von Gewalttaten vor laufender Kamera versöhnt werden. Alistair und Joe sagen beide zu. Doch Joe macht sich mit geladener Waffe auf den Weg ...
Five Minutes of Heaven
| Kein | Wenig | Mittel | Stark | ||
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Qualität
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| Humor/Unterhaltung |
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| verunglimpfende Sprache |
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| Erotik (Sex/Nacktszenen) |
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Inhalt
Zusammen-
fassung
Regisseur Oliver Hirschbiegel verzichtet auf das herrkömmliche Selbstjustiz–Drama. Stattdessen zeichnet er ein feines, akribisches Psychogramm sowohl des Täters als auch des Opfers. Dabei liefert er eine dichte Studie über den schmerzhaften Prozess der Vergangenheitsbewältigung und erzeugt Mitgefühl für beide Protagonisten: Beide sind gleichermaßen gut und böse, für beide wird Verständnis geweckt.
Rezension
Das diese psychologische Rechnung aufgeht, liegt an den überzeugenden und spielstarken Darstellern Liam Neeson (Alistair) und James Nesbitt (Joe), die mit minimalem Einsatz maximale Wirkung erreichen. Es entwickelt sich ein spannungsgeladener Thriller, ein intensives Psychodrama über Schuld und Vergebung, Rache und dem Umgang mit Gewalt, das durchweg seinen Spannungsbogen halten kann. Die Frage, ob und wie Versöhnung möglich ist und wie Menschen in psychologischen Grenzsituationen agieren, entfaltet Hirschbiegel mit Feingefühl und ohne erhobenen Zeigefinger. – Ein beindruckendes Drama, das im Zeitalter des Terrorismus hochaktuell ist.
Die Altersfreigabe ab 12 ist aufgrund der Gewalt sowie der generellen Thematik auf jeden Fall empfehlenswert.
Die Altersfreigabe ab 12 ist aufgrund der Gewalt sowie der generellen Thematik auf jeden Fall empfehlenswert.