Wer kennt ihn nicht, Horst Schlämmer (alias Hape Kerkeling), den bodenständigen Grevenbroicher mit dem Herrenhandtäschchen, etwas zu vorstehenden Zähnen und gewöhnungsbedürftiger Lache. Mit der 2006 entstandenen Kunstfigur wagt Hape Kerkeling nun den großen Wurf fürs Kino: Als stellvertretender Chefredakteur des Grevenbroicher Tageblatts hat Hr. Schlämmer schon Erfahrung im ‚Nahmkampf‘ mit den Lokalpolitikern gesammelt und kommt zu dem Schluss: „Was die nicht können, das kann ich auch!“ – Und so entschließt sich Grevenbroichs berühmtester Bürger, selbst in die Politik einzugreifen und für die Kanzlerwahl zu kandidieren. Die Wahlkampfmaschinerie läuft an…
Horst Schlämmer: Isch kandidiere
| Kein | Wenig | Mittel | Stark | ||
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Qualität
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| Humor/Unterhaltung |
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| Familienfreundlichkeit |
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| verunglimpfende Sprache |
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| Action/Gewalt |
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| Erotik (Sex/Nacktszenen) |
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Inhalt
Zusammen-
fassung
Dabei herausgekommen ist leider nur ein mittelmäßiger Film, in dem zwar gute Ansätze und das Potential zu einer echten politischen Real-Satire schlummern, der es aber dann doch vorzieht in die leichte (bis seichte) Komödie abzugleiten. Zunächst beginnt das Ganze noch recht witzig und mit Elan: Wenn sich reale Lokalpolitiker nur allzu gerne mit Herrn Schlämmer vor der Kamera interviewen lassen und Horst sich auch noch mit „seinem“ Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers treffen darf. Doch statt ihn zu interviewen, will er vom Landesvater Tipps, wie man eine Partei gründet. Herrn Rüttgers merkt man hier seinen Unmut über Horsts alias Hapes Aufdringlichkeit vor laufender Kamera deutlich an und in diesen Momenten scheint Kerkeling/Schlämmer tatsächlich eine Realsatire auf die deutsche Politlandschaft anzustreben.
Doch dann verseichtet die Handlung zunehmend, und statt bissiger Satire bleibt es bei amüsanten Komödieneinlagen. Eine witzige Idee ist der Auftritt Bushidos, der für Horst Schlämmer einen Wahlwerbesong rappt, oder das Kanzlerkandidatenduell zwischen Horst Schlämmer und Angela Merkel – natürlich gespielt von Hape Kerkeling selber, der hier einmal mehr als Imitator brillieren kann. Aber es ist nicht mehr wirklich witzig, wenn man sich noch 20 Jahre nach dem Mauerfall über Sachsen lustig macht oder beim Deutschen Filmpreis Stars von Bully Herbig bis Senta Berger über Obamas Stärken ausfragt, um daraus dann einen Werbespot für Schlämmer nach dem Motto „Isch kann das“ zu basteln. Das dürfte bei den Kollegen nicht wirklich gut angekommen sein. Horst Schlämmer traut sich was, aber eben doch nicht genug. Er deckt die Absurditäten in der Politik und derer die sie machen auf, aber er reiht sich letztlich selber in den Kanon ein.
Doch dann verseichtet die Handlung zunehmend, und statt bissiger Satire bleibt es bei amüsanten Komödieneinlagen. Eine witzige Idee ist der Auftritt Bushidos, der für Horst Schlämmer einen Wahlwerbesong rappt, oder das Kanzlerkandidatenduell zwischen Horst Schlämmer und Angela Merkel – natürlich gespielt von Hape Kerkeling selber, der hier einmal mehr als Imitator brillieren kann. Aber es ist nicht mehr wirklich witzig, wenn man sich noch 20 Jahre nach dem Mauerfall über Sachsen lustig macht oder beim Deutschen Filmpreis Stars von Bully Herbig bis Senta Berger über Obamas Stärken ausfragt, um daraus dann einen Werbespot für Schlämmer nach dem Motto „Isch kann das“ zu basteln. Das dürfte bei den Kollegen nicht wirklich gut angekommen sein. Horst Schlämmer traut sich was, aber eben doch nicht genug. Er deckt die Absurditäten in der Politik und derer die sie machen auf, aber er reiht sich letztlich selber in den Kanon ein.
Rezension
Wer „Samba in Mettmann“ oder „Ein Mann, ein Fjord“ mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Leichte Komödienkost mit einem darstellerisch sehr soliden Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer, bei dem der real existierende Komiker aufpassen muss, dass ihm seine Kultfigur nicht über kurz oder lang den Rang streitig macht.