Bob Wilton ist seiner kriselnden Ehe und seinem nervigen Chefredakteur als Kriegsberichterstatter entkommen. Er will eigentlich nur über die "Psychic Spies" in den Achtzigerjahren recherchieren, eine Geheimeinheit der Regierung, die angeblich mit Blicken Tiere töten, die Gedanken der Feinde lesen und durch Wände gehen können sollen, und trifft dabei im Jahr 2003 im Irak auf den ziemlich skurrilen Lyn Cassady. Der hält sich für einen Jedi-Ritter und ist aus dem Ruhestand zurück, um in einer streng geheimen Mission erneut Jagd auf Terroristen zu machen. Auf einer bizarren Reise quer durch den Mittleren Osten enthüllt Cassady die Geschichte der sogenannten „New Earth Army“, einer US-Spezialeinheit für „parapsychologische Kriegsführung“, angeführt von Bill Django. Dieser wurde während seines Einsatzes in Vietnam „erleuchtet“ und arbeitet seitdem mit Unterstützung der US-Army daran, paradoxerweise die Kriegsführung mittels New-Age-Techniken zu revolutionieren. - Über 20 Jahre geht es hin und her, rauf und runter durch die Geschichte der New Earth Army, einer Ansammlung durchgeknallter, letztlich gescheiterter Existenzen, die sich zwar nominell den Hippie-Parolen verschrieben haben, aber gleichzeitig im Auftrag der US Army arbeiten.
Das diese Anekdoten auch nur im Ansatz wahr sein sollen, fällt wahrlich schwer zu glauben. Nach einiger Zeit weicht beim Zuschauer die reine Absurdität dieser Militärgrotesken. Denn sie ist auch zutiefst menschlich und eigentllich traurig. Der Grundtenor scheint zu sein: In der Armee dreht noch jeder durch, egal wie viele bunte Pillen man schluckt, und das Sterben gehört nunmal zum Soldatenleben.
Männer, die auf Ziegen starren
| Kein | Wenig | Mittel | Stark | ||
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Qualität
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| Humor/Unterhaltung |
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| verunglimpfende Sprache |
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Inhalt
Zusammen-
fassung
Männer die auf Ziegen starren ist mit George Clooney, Ewan McGregor, Kevin Spacey und Jeff Bridges wirklich hochkarätig besetzt, und es macht Freude, diesen vier Hauptfiguren bei ihren – teilweise durchaus selbstironischen – Darstellungen zuzusehen. Der Satire mit viel schwarzem Humor, aber auch durchaus bittersüßen, tragischen Momenten, die ein Stück weit mit der US Militärgeschichte abrechnet, fehlt allerdings der letzte Biss. Das Erzähltempo ist dafür eine Spur zu langsam und auch die vielen Zeitsprünge hindern irgendwann den Erzählfluss.
Rezension
Für Familien mit Teens (Altersfreigabe liegt bei 12) kann das ein unterhaltsamer Film sein. Allerdings muß man sich auf die Erzählebene einstellen können. Der tiefere Sinn, nämlich die eigentliche Kritik, mag jüngeren Zuschauern hier eher verborgen bleiben. Es wäre allerdings schade, Männer die auf Ziegen starren, nur auf seinen Klamauk zu reduzieren. Dafür ist der alltägliche, absurde Kriegswahnsinn einfach zu tragisch.