Durch einen im Krieg provozierten atomaren Schlag ist Amerika völlig verwüstet, das Land verbrannt und weitestgehend leer. Seit dreißig Jahren zieht Eli durch diese feindliche Welt, getrieben von der letzten verbliebenen Bibel, die er hütet und die er an einen sicheren Ort bringen will. Er ist überzeugt, dass nur sie Hoffnung für den Wiederaufbau der Zivilisation geben kann und er bezieht seine Kraft sowohl aus den Worten des Buches als auch durch den Auftrag, den er als seine Mission empfindet.
Doch Eli erkennt die Gefahr, dass dieses Buch auch zur Manipulation der wenigen überlebenden Menschen missbraucht werden kann. Und genau zu diesem Zweck sucht der machthungrige, skrupellose Carnegie danach. Carnegie glaubt, dass die Kraft der Worte die der Gewalt übertrifft - auch wenn er sich gerne des Mittels der Gewalt bedient, um seine Machtstellung auszubauen. Und um sein Territorium maßgeblich zu erweitern will er Eli das Buch abnehmen. Es beginnt eine Verfolgungs-Odyssee durch Carnegie und seine Schergen, die schließlich in einer letzten Konfrontation endet.
Denziel Washington erweckt den Endzeit-Helden und einsamen Kämpfer, getrieben von seinen Überzeugungen, glaubhaft zum Leben. Gary Oldman liefert einen soliden Gegenspieler als bösartiger Carnegie ab. Doch es sind die kleinen Nebenrollen, mit Tom Waits als Elektriker sowie Michael Gambon und Frances de la Tour als schießwütig-verschlagenes Rentnerpaar, die dem Ganzen eine skurril-homoristische Note in aller apokalyptischen Düsternis geben. Jennifer Beals überzeugt ebenfalls als Carnegies blinde und angewiderte Geliebte.
Atmosphärisch sehr dicht und bildgewaltig verbreitet The Book of Eli filmtechnisch und visuell sicherlich Sogwirkung.
The Book of Eli
| Kein | Wenig | Mittel | Stark | ||
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Qualität
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| Humor/Unterhaltung |
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| Familienfreundlichkeit |
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| verunglimpfende Sprache |
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| Action/Gewalt |
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| Erotik (Sex/Nacktszenen) |
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Inhalt
Zusammen-
fassung
Doch trotz recht geradlinieger Message, die in manchen Rezensionen mit einer „ungewöhnlich christlichen Botschaft“ umschrieben und dafür auch kritisiert wurde, ist The Book of Eli ein durchaus ambivalender Film. Denn Eli lebt und vermittelt einerseits christliche Grundwerte, ja er scheit dank der Heiligen Schrift schier über sich hinauszuwachsen. Andererseits zeichnet sich der Film durch eine sehr hohe, schonungslose Brutalität aus. Da werden schonmal, im wahrsten Sinne des Wortes gnadenlos, Gliedmaße abgetrennt, denn Eli ist nicht nur ein Mann des Wortes, sondern auch eine durchaus geschulte Kampfmaschine. Die Altersfreigabe von 16 ist hier also allemal gerechtfertigt.
Rezension
Aber der Film ist nicht religiös naiv. Der Konflikt zwischen Eli und Carnegie zeigt auf, was Religion anrichten kann, wenn die falschen Hände die Zügel halten - ein Instrument zur Manipulation, das den Glauben der Beeinflussbaren missbraucht, um die Macht der Skrupellosen zu unterstützen. Auch der Ursprungskrieg, der für die Verwüstung der Welt verantwortlich ist, ist aus einem religiösen Konflikt entstanden.
Das Gelungene an diesem Film ist allerdings, dass er das Thema Religion unmissverständlich in den Mittelpunkt stellt, dabei aber keine klaren Positionen bezieht, sondern verschiedenen Aspekte nachgeht und die Interpretation letztendlich dem Zuschauer überläßt.
Das Gelungene an diesem Film ist allerdings, dass er das Thema Religion unmissverständlich in den Mittelpunkt stellt, dabei aber keine klaren Positionen bezieht, sondern verschiedenen Aspekte nachgeht und die Interpretation letztendlich dem Zuschauer überläßt.